Kollaboratorium Unsichtbare Intelligenz
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Alfred Strigl
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arbeite seit gut 20 Jahren im Themengebiet "Nachhaltige Entwicklung; seit einem Jahr Mitgründer von p l e n u m - gesellschaft für ganzheitlich nachhaltige entwicklung, ein reales, solidarisches Unternehmensprojekt bei dem die Mitarbeitenden auch Mitbesitzende sind; bin promovierter Biochemiker (TU Graz), Berater, Trainer und Coach, spiele gern Klavier, liebe die Menschen und das Leben...
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Mein Beitrag spielt mit dem unterschiedlichen Zugang akademischer Wissenschaften in ihren Versuchen zur Erklärung der Welt. Polemisch sage ich zur alten, verzopften Form von Wissenschaft "Mode 1" und zur jungen, undogmatischeren Form "Mode 2". Im Programmfolder war unter meinem Titel "Professores della practica" folgendes zu lesen: Die Debatte über neue Formen der Wissenschaft ist kontrovers. Auf der einen Seite wird darin ein Wandel der Wissenschaft gesehen. Auf der anderen Seite gibt es eine oft emotional gefärbte Ablehnung, die sich dagegen verwahrt, den in Jahrhunderten entwickelten wissenschaftlichen Leistungsstand aufs Spiel zu setzen. Häufig wird bezweifelt, dass die neuen Formen überhaupt noch Wissenschaft sind. 1994 wurde eine neue Art der Wissensproduktion diagnostiziert: „Mode 2“. „Mode 1“ war das Newtonsche Modell der Wissensproduktion – akademisch, disziplinär, homogen,
hierarchisch und konservativ und dem entsprechend, was man im Allgemeinen unter Wissenschaft („Science“) versteht. „Mode 2“ hingegen ist anwendungsorientiert, transdisziplinär, heterogen und antihierarchisch. Interdisziplinäre Forschungsteams
arbeiten mit PraktikerInnen gemeinsam an einem speziellen Problem. Die Wissens produktion wird reflexiver und gegenüber der Gesellschaft verantwortungsbewusster.
Zu fragen bleibt allerdings, wie mit akademischen Qualitätsstandards umgegangen
wird. Ideen hierzu sind die permanente Reflexion (Peer Reviewing) sowie die Interaktion mit Mode 1. Und mit Bedauern stelle ich fest, dass die Mode 2-Wissenschaft das „enfant terrible“ unter den senioren Fachdisziplinen ist und bleibt.
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Franz Nahrada
am 04.01.2009Alfred, willkommen hier im Kollaboratorium!! Ich bin gespannt auf Deinen Beitrag, auch und insbesondere in Reaktion auf Christians Beitrag auf http://unsichtbareintelligenz.mixxt.at/networks/files/file.772
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